Ein Thementag zum Schutz des medizinischen und pflegerischen Personals. Beleidigungen, Drohungen, sexualisierte Übergriffe und körperliche Gewalt – was viele nicht für möglich halten, ist für zahlreiche Pflegerinnen und Pfleger sowie für medizinisches Personal längst Alltag. Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen nimmt seit Jahren zu – sowohl in stationären Kliniken als auch im ambulanten Bereich, insbesondere in niedergelassenen Praxen.
Betroffen sind Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachangestellte sowie therapeutisch Tätige – Menschen, die täglich Verantwortung für die Versorgung und das Wohlergehen anderer übernehmen. Häufig zeigen sich Übergriffe in Bereichen mit hoher Akutdynamik und Erwartungsdruck, etwa in Notaufnahmen, auf geriatrischen Stationen und in stark frequentierten Praxen und Behandlungsbereichen.
Gewalt gegen medizinisches und pflegerisches Personal ist kein isoliertes Phänomen. Sie entsteht im Spannungsfeld eines überlasteten Gesundheitssystems, zunehmender gesellschaftlicher Aggression und wachsender Erwartungen an die Versorgungsleistung – oft ohne ausreichende personelle und strukturelle Ressourcen.
Insbesondere Pflegerinnen und Pfleger sowie Ärztinnen und Ärzte sind die Ersten, die mit emotional aufgeladenen Situationen, Eskalationen oder enttäuschten Erwartungen konfrontiert werden – häufig ohne ausreichende Schulung, Schutzstruktur oder Rückhalt.
Der interdisziplinäre Thementag „Gewalt und Gewaltprävention in Kliniken und niedergelassenen Praxen – Schützen, Vorbeugen, Handeln“ stellt das medizinische und pflegerische Personal in den Mittelpunkt.
Ziel ist es, die Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, Ursachen und Erscheinungsformen von Gewalt einzuordnen und konkrete Ansätze für Prävention, Intervention und Handlungssicherheit im Arbeitsalltag zu vermitteln.
Breiter Wissenstransfer: Schutz, Prävention, Handlungssicherheit
Im Fokus stehen praxiserprobte Konzepte und umsetzbare Strategien:
Wie können Beschäftigte besser geschützt werden? Welche organisatorischen und räumlichen Maßnahmen sind sinnvoll?
Und welche Unterstützungs- und Kooperationsmöglichkeiten bestehen – innerhalb der Einrichtung und mit externen Partnern?
Zielgruppe des Thementages
Am Thementag können alle interessierten Personen teilnehmen. Sehr zu empfehlen ist die Teilnahme Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegeschülerinnen und Pflegeschülern, Studierenden, Leitungspersonal sowie Arbeitsschutz- und Sicherheitsbeauftragten. Besonders angesprochen sind Führungskräfte, Praxisleitungen und Klinikträgerinnen und Klinikträger, die Verantwortung für sichere Arbeitsbedingungen tragen.
Veranstalter: Das Gleichstellungsbüro der Medizinischen Fakultät Mannheim in Kooperation mit der Beauftragten für Chancengleichheit des Universitätsklinikums Mannheim.
Für die Teilnahme entstehen keine Kosten.
Eine Teilnahme am Thementag ist in Präsenz (Klinikcampus der UMM, Haus 12, Hörsaal 5) oder online möglich.
Zugangslink-Teilnehmer:
https://t1p.de/gleichstellungszuschauer
Alternativ:
Anmeldung für Präsenzteilnehmer: Mitarbeiter und Auszubildende des Universitätsklinikums und externe Personen melden sich bitte bei Fr. K. Gumbel-Imhof an:
Angehörige und Studierende der Medizinischen Fakultät Mannheim und externe Personen melden sich bitte bei Fr. Dr. A. Titze an:
Weitere Informationen finden Sie unter:



